RSS-Feed

Schlagwort-Archive: Urban Fantasy

Ally J. Stone – Blutsbande (Geliebtes Blut #1)

Veröffentlicht am
Blutsbande

Cover mit freundlicher Genehmigung der Autorin

Titel: Blutsbande
Autorin: Ally J. Stone
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Genre: Urban Fantasy
Altersempfehlung: 16+
Seiten: 422
Format: Taschenbuch
Coverdesign by: High Five Studios
ISBN: 978-1518801143
Das Buch auf Amazon und auf der Homepage der Autorin (dort mit Signatur!)

Es ist das erste CreateSpace-Taschenbuch, das ich in der Hand halten durfte und ich war sehr gespannt auf… so ziemlich alles. Wie wird es aussehen? Wie fühlt es sich an? Ist die Bindung gut?
Am Inhalt hatte ich keine Zweifel – ich wusste, dass der gut sein würde – aber dadurch waren die Erwartungen an das Buch natürlich gaaaaar nicht überhöht, nein…
Aber ich hatte die größte Freude daran, in diese Welt einzutauchen. Eine Welt, in der Vampire und Werwölfe mal ganz anders sind, als man es gewohnt ist und es einige Gesetzmäßigkeiten gibt, mit denen man nicht rechnen kann.
Mein Exemplar war außerdem ein Weihnachtsgeschenk, ist eins von insgesamt 10 nummerierten Büchern und ist signiert <3. Was will das Bücherherz mehr?
Cover:

Ich liebe das Cover. Ich liebe es wirklich. Es ist schlicht, schwarz, nur mit einer hellgrauen „Kratzspur“ über Autorenname und Titel.
Wer die Printausgabe kauft, kann sich außerdem über ein kleines Krallensymbol auf dem Buchrücken und eine Vorschau auf die Cover der anderen zwei Bände freuen.
Amazon druckt auf recht festem Papier, das sich angenehm seidig anfühlt und die Faktur des Covers selbst ist sehr angenehm. Mattglänzend, wertig und irgendwie will ich es immerzu streicheln.
Nach einem Mal lesen klappt es nicht mehr von alleine zu, da werde ich es eine Weile zwischen zwei dicke Bücher einklemmen, damit sich das ein bisschen gibt. Finde ich aber in Ordnung, da ich bisher kein Taschenbuch vergleichbarer Dicke in der Hand hatte, das sich ordentlich wieder zuklappen lässt, sobald man es angefangen hat.
Dafür gibt es keine Leserillen, das heißt, das Buch hält noch einige Male lesen aus. Und wiedergelesen wird es auf alle Fälle!

Feuerflocke fünf Sterne Klein
Inhalt:

Ich mag Tristan. Ich mag die Jungs. Ich mag Robin.
Und ich mag den Weltenbau dahinter. Ein Prolog, der auf den ersten Blick nichts mit der Handlung zu tun hat, weist auf eine Ebene über das bloße Erzählen hinaus. Man fragt sich, wie er mit der Geschichte zusammenhängt und liest umso aufmerksamer.
Tristan will einfach nur sein Leben leben und glaubt, endlich bei der Frau seiner Träume gelandet zu sein. Aber sein Leben fängt an, sich schneller zu verändern, als er reagieren kann und als eine Fremde in seine Stadt zieht, bricht das Chaos über ihn herein. Er hat keine Wahl, als sich ihm zu stellen – und dann geschehen überraschende Dinge.
Ein Thema kristallisiert sich schon sehr schnell heraus. Familie. Wer ist die eigene Familie? Die Menschen, mit denen man aufgewachsen ist oder die Menschen, die einen aufnehmen und zur Familie machen? Wie stark sind die titelgebenden Blutsbande wirklich?
Aber auch Liebe, Spannung und eigene Entscheidungen kommen hier nicht zu kurz.
Gerade bei großen Gruppen – und Tristans Freundeskreis ist recht groß – besteht immer die Gefahr, in die Beliebigkeit abzugleiten, Namedropping zu betreiben oder die Figuren nicht genug ausdifferenzieren zu können. Aber die ganze Gruppe war wunderbar vielfältig. Ich konnte die Jungs jedenfalls immer gut auseinanderhalten.
Nun bin ich gespannt, ob mehr vom faszinierenden Weltenbau in den nächsten Bänden enthüllt wird.

Feuerflocke fünf Sterne Klein
Sprache:

Der Roman ist in Präsens geschrieben. Ich mag das sehr gerne, für manche Leser ist das jedoch gewöhnungsbedürftig. Wenn man aber erstmal in dieser Art des Erzählens drin ist, dann liest sich der Roman wunderbar flüssig weg und man ist auf diese Weise immer im Text drin.
Ally hat einen sehr lockeren, sehr leichten Schreibstil. Sie schreibt nicht um den heißen Brei herum, sondern nennt die Dinge bei ihrem Namen, ohne ins Geschmacklose abzudriften.
Sie ist eine der Wenigen, die tatsächlich Liebesszenen schreiben kann, ohne dass ich vor Lachen über bescheuerte Formulierungen vom Stuhl falle oder mich frage, ob ich gerade eine sinnliche Szene oder eine Gebrauchsanweisung lese.  Die im Buch vorkommenden Szenen sind vollkommen gegensätzlich und jeweils genau richtig umgesetzt.
An ein paar Stellen hätte ich vielleicht ein paar Absätze mehr gemacht, aber das ist Meckern auf sehr, sehr hohem Niveau.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Fazit:

Ich fühlte mich in einer Welt, in der es Vampire und Werwölfe gibt – diese aber erfrischend anders als üblich sind – gut aufgehoben und bestens unterhalten.
Ally J. Stones Fabelwesen sind nicht gerade glitzernde Glamourkids oder flauschige Schoßhündchen. Vampire und Werwölfe zeigen sich von ihrer wilden Seite mit allen daraus folgenden Konsequenzen und… das macht einfach großen Spaß beim Lesen.
Von den bereits erwähnten Liebesszenen bis hin zu gut choreografierten Kämpfen und rasanten Verfolgungsjagden ist alles dabei.
Ich freue mich auf den zweiten Band, der im Frühjahr erscheinen soll und bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie es mit Tristan und Co. weitergeht.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Advertisements

Amelie Murmann – Wanderer – Sand der Zeit (Wanderer #1)

Veröffentlicht am

Titel: Wanderer – Sand der Zeit
Autorin: Amelie Murmann
Verlag: Impress (gehört zu Carlsen)
Genre: Urban Fantasy
Altersempfehlung: ab 14 Jahren (Angabe des Verlags)
Seiten: 368
Format: ePUB
ISBN:978-3-646-60066-7

Das Buch auf der Verlagshomepage

Ich gebe zu, das war mein allererstes Buch aus dem impress-Programm und entsprechend neugierig war ich, wie es mir gefallen würde. In Buchbloggerkreisen hört man ja alles – von höchstem Lob über die innovativen und ungewöhnlichen Bücher bis hin zu „Näh, das ist das Stiefkind des Verlags“ – aber ich wollte mir selbst ein Bild machen, bevor ich urteile.
Mich jedenfalls hat das Buch verzaubert.
Ja, es geht um Teenager. Ja, deren Hormone drehen teilweise durch und sie sind von widersprüchlichen Gefühlen, Liebeskummer und Herumknutschereien gebeutelt. Aber es ist nicht das Hauptthema, sondern macht den Plot noch ein gutes Stück vielschichtiger.
Entscheidungen, die bei klarem Verstand und sachlichem Nachdenken völlig anders ausfallen, weil die Gefühle dazwischenfunken und alles sehr kompliziert machen. Auch, wie man als völlig emanzipiertes Mädchen sich trotzdem nach einem Partner sehnen darf, ohne automatisch als schwach zu gelten. Lebensentwürfe. Familienbande. Das Buch ist so viel mehr als eine Teenie-Romanze, obwohl die Teenager hier ungefähr 16 Jahre alt sind und sich verlieben.
Es ist ein Buch über Entscheidungen, die echt wehtun. Über die Frage nach dem richtigen und dem bequemen Weg (man erinnere sich an Harry Potter), über die Folge von Handlungen für die Zukunft und die ewige Frage, ob man ein scheinbar festgeschriebenes Schicksal verändern kann und wie das Wissen um die Zukunft sich auf selbige Zukunft auswirken kann.
Und am Ende weiß man gar nicht, ob das jetzt ein Happy End war oder nicht.

Cover:

Hach ja, das Cover.
Die Silhouetten zweier Menschen Rücken an Rücken, vor einem riesigen Stundenglas und das Ganze in warmen Brauntönen.
Das Cover bringt eigentlich ziemlich gezielt auf den Punkt, worum es in dem Buch geht und das gefällt mir bei Covern grundsätzlich immer (nichts ist schlimmer, als ein Cover, das gar nichts mit dem Buch zu tun hat und beim Betrachten bereits falsche Erwartungen weckt, gegen die das Buch dann erstmal irgendwie ankommen muss…).
Wenn man genau hinschaut, sieht der Hintergrund auch noch aus, wie eine grundierte Leinwand – und damit kommt neben der Sanduhr ein weiteres sehr wichtiges Element der Story hinzu – die Bilder, die eine Grundlage dafür bilden, dass diese Geschichte überhaupt erzählt werden kann.
Auch auf dem Handybildschirm macht das Cover eine gute Figur – die Details sind recht gut zu erkennen (auch wenn das mit der Grundierung auf einem 5,7″-Bildschirm nicht ohne Weiteres zu erkennen ist) und die Farbgebung wirkt auch auf einem Bildschirm mit Hintergrundbeleuchtung sehr stimmig.
Gute Arbeit!

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Inhalt:

Hier gibt es Einiges zu sagen (vermutlich wird es mindestens eine Fallstudie geben, sobald ich Band 2 gelesen habe) – Internatsgeschichten um eine Zauberschule haben es heutzutage nicht wirkich leicht, da sich so ziemlich jede Zauberschule mit Hogwarts messen muss, was Großartigkeit und Detailtreue angeht – und gleichzeitig auf keinen Fall ein Abklatsch sein darf.
Die „Palaestra Viatorum“ geht zum Glück in eine andere Richtung – auf den ersten Blick eine ganz gewöhnliche Eliteschule für die versnobten Kids der Oberschicht, handelt es sich in Wahrheit um die Ausbildungsstätte der Wanderer, also Menschen, die mit Hilfe von Bildern durch die Welt reisen können, in die Zukunft sehen oder aber in der Lage sind, magische Bilder selbst herzustellen. Darüber hinaus können die Teenager dort allerdings auch ihr ganz normales Abitur machen, es wird also nicht nur magisches Wissen vermittelt und anders als Hogwarts ist die Palaestra eine dreijährige Oberstufe (heißt, die Geschichte spielt in einem G9-Bundesland), für die man sich nach Abschluss der zehnten Klasse bewerben kann und soll, sofern man nicht aufgrund besonderer Begabungen eingeladen wird.
Was ich hier außerdem anmerken möchte, sind die vielen kleinen Anspielungen auf die modere Kultur und das, was Menschem zwischen  18 und 20 heutzutage so gelesen haben – so sieht Emilia einen Jungen durch das Bild einer dicken Frau in pinkem Kleid verschwinden. Wer denkt da nicht an die Fette Dame? Das macht das Buch nicht nur für die jugendliche Zielgruppe so anziehend. Jedes Mal, wenn ich so eine Anspielung entdeckt habe, musste ich einfach unfassbar breit grinsen, weil ich genau wusste, worauf Amelie Murmann da anspielt.
Faszinierend auch die Anleihen aus der griechischen Götterwelt, die gleichzeitig kreativ an die eigene Geschichte angepasst wurden. Hier bin ich sehr gespannt, was im zweiten und letzten Band in diese Richtung noch passiert.
Last but not least – ich habe mit den Figuren mitgefiebert, habe herzlich gelacht und… war beim allerersten Mal, als auf einmal ein bereits gelesener Abschnitt noch einmal kam, genauso verdattert wie die Romanfiguren.
Feuerflocke fünf Sterne Klein

Sprache:

Hier gab es mehrere Dinge, auf die ich geachtet habe. Neben dem Üblichen (ich habe keine Fehler gefunden und das Buch ist einwandfrei gesetzt, es gab also auch keine komischen Formatierungsgeschichten, wie ich sie manchmal in eBooks vorfinde) stellte ich bald fest, dass es mehrere Perspektiventräger gibt und war neugierig, wie sehr sie sich auch sprachlich unterschieden.
Ich hatte keine Probleme, zu erkennen, wer gerade schrieb – auch nach längeren Pausen war mir beim Wiederaufnehmen der Lektüre immer klar, ob gerade Emilia, Kit, Max oder jemand anders die Hauptrolle übernommen hatte.
Auch sonst fand ich die Sprache sehr schön – an manchen Stellen poetisch, manchmal schonungslos klar in Hinblick auf die unschönen Konsequenzen und immer so, dass genau die richtige Stimmung vermittelt wurde. Ich konnte Emilias Verzweiflung greifen, als sie sich verlief und ich fühlte Max‘ Wut auf seinen alten Kumpel Niccolo.
Fein fand ich auch gelegentliche lateinische Einschübe. Latein ist so eine schöne Sprache und wenn sie in einem Buch richtig verwendet wird, kann sie durchaus zur Stimmung beitragen.
Feuerflocke fünf Sterne Klein

Fazit:

Das Problem mit Büchern, die mir gefallen, ist natürlich immer: Wie viel darf ich erzählen über die einzelnen Sachen, die ich gut fand, ohne zu spoilern? Ich habe einige der Dinge, die ich toll fand, mit keinem Wort erwähnt, um niemandem den Lesespaß zu nehmen – aber ich selbst hatte auf jeden Fall welchen.
Die Welt der Wanderer ist spannend und facettenreich, das Abenteuer unglaublich dicht erzählt und die Jugendlichen sind echte, authentische Teenager – sie verlieben sich, sie haben Angst, sie lassen ihre Entscheidungen von ihren Gefühlen beeinflussen und machen auch mal etwas falsch. Dadurch wirken sie sehr, sehr echt und man kann sich gut mit ihnen anfreunden.
Insgesamt ein Roman über Entscheidungen, Zusammenhalt und ja, irgendwo auch ein Stückweit ein Entwicklungsroman über Menschen, die schneller erwachsen werden müssen, als ihnen lieb ist – weil sie Verantwortung tragen müssen.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Disclaimer: Die liebe Kennzeichnungspflicht… Ich habe keine Ahnung, ob ich das hier wirklich kennzeichnen muss oder nicht. Streng genommen ist es kein Rezensionsexemplar, weil ich das Buch bei der „Kernstaub“-Geburtstagsparty auf Facebook gewonnen habe. Die Autorin hat fünf Exemplare verlost, wahlweise von Buch 1 oder Buch 2, und da ich die Reihe noch nicht kannte, aber von ihrer Beschreibung absolut verzaubert war, habe ich Band 1 bekommen. Mein Exemplar habe ich allerdings wie bei einem Rezensionsexemplar ganz offiziell über eine Mail von Carlsen mit drei Download-Links für je ein personalisiertes eBook bekommen (ja, da steht mein Name drin 😀 ). Um also auf der sicheren Seite zu sein, gebe ich diese ganze Geschichte jetzt einfach mal im Disclaimer an :). Lieber einmal zu oft die Herkunft eines Buches deklarieren, als einmal zu selten, oder?

Andrea Tillmanns – Julia Jäger und die Macht der Magie (Julia Jäger #1)

Veröffentlicht am

Titel: Julia Jäger und die Macht der Magie
Autorin: Andrea Tillmanns
Verlag: O’Connell Press
Genre: Urban Fantasy, Young Adult
Altersempfehlung: Ab 12 Jahren (persönliche Einschätzung)
Seiten/Volumen: 437kb entsprechen 127 Seiten
Format: eBook
ASIN: B0149JXA1I
Das Buch auf der Verlagshomepage

Das war wieder eins der Bücher, die ich in einem Rutsch gelesen habe – bei einer lockeren Sprache, einer sehr authentischen Protagonistin und einer spannenden Geschichte kein Problem.
Kurioserweise habe ich mich beim Klappentext verlesen und statt „geheimnisvolle Münze“ blöderweise „geheimnisvolle Mütze“ gelesen – und habe mich im Vorfeld halbtot gegrübelt darüber, wie eine Mütze geheimnisvoll sein soll und wie eine solche Mütze aussehen würde.
Erst als ich dann wirklich angefangen habe, zu lesen – und statt einer Mütze eine Münze auftauchte – habe ich meinen Fehler bemerkt.
So kann ein Verleser zu völlig falschen Erwartungen an ein Buch führen!

Cover:

Im Vordergrund steht die Protagonistin – eine junge Frau mit aschblonden oder hellbraunen Haaren und verträumtem Gesichtsausdruck. Die Münze, um die es in diesem Band geht, sieht man nur halb – sie ist unten links zu sehen. Der Titel selbst steht in einer sehr verspielten Schriftart auf dem Cover – das ansonsten mit einem sehr schlichten und fast etwas traurigen Hintergrund aufwartet.
Ich bin gespannt, ob die Cover der Folgebände diesen Grundaufbau – Protagonistin im Vordergrund, Thema des jeweiligen Bandes eher etwas in der Ecke – beibehalten werden. Denn im Prinzip sagt das Cover aus, dass hier sehr nah an der Figur gearbeitet wird, sehr figurenzentriert.
Als Fan der personellen Erzählweise gefällt mir das sehr gut.
Einziges Manko an diesem Cover ist, dass es aufgrund des eher gräulich wirkenden Hintergrunds und dem Blick des Mädchens ein wenig traurig wirkt. Dabei ist die Geschichte spannend, lustig, locker – aber nicht traurig. Vermutlich soll der Hintergrund auf das graue Wetter im Buch anspielen, aber ich weiß nicht, inwiefern er falsche Erwartungen weckt (wobei ich auf hohem Niveau jammere und mich bei meinen Cover-Interpretationen immer frage, ob sich jemand das auch nur annähernd so genau anschaut wie ich :O )

Feuerflocke vier Sterne Klein

Inhalt:

Die Geschichte spielt in unserer Welt, allerdings mit einigen kleinen Modifikationen. So gibt es in dieser Version unserer Realität Magier und Menschen mit besonderen Kräften. Außerdem gibt es magische Artefakte, die verschiedene Funktionen und Wirkungen haben – eins davon ist die geheimnisvolle Münze, die Tim in seinem Besitz hat.
Der Weltenbau wirkt auf mich soweit ich das bei einem Reihenauftakt bereits beurteilen kann, rund – es wird zwar nicht geklärt, woher und wieso einige Menschen besondere Fähigkeiten haben, aber bei einem Mehrteiler finde ich es okay, dass nicht alles im Reihenauftakt ausgeplaudert wird. Im Gegenteil. Ich bin gespannt, ob es in der 2016 erscheinenden Fortsetzung mehr zum Ursprung der Magie und der Magier erzählt wird.

Auch die Geschichte wirkte auf mich rund – Julia Jäger ist eine sehr sympathische Protagonistin. Bei so manchem ihrer Sätze dachte ich mir „Joa, in dem Alter hätte ich das auch so ausgedrückt“ oder „Das könnte auch meine kleine Schwester gesagt haben“. Ihre Gedanken sind authentisch und ihre Langeweile im Unterricht ist etwas, in das sich vermutlich jeder Mensch hineinversetzen kann ;-). Schön fand ich auch, dass sie und die anderen Figuren im Buch keinesfalls perfekt waren. Im Gegenteil. Sie machten Fehler, waren auch mal feige oder wussten nicht, wie sie handeln sollten.
Echte Jugendliche, keine Überwesen.
So wirkt auch die Geschichte echt und spannend – mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, aber ich fühlte mich wirklich gut unterhalten!

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Sprache:

Bei einem Buch, das stark vom Charakter des Protagonisten lebt, ist Sprache unheimlich wichtig. Und ich bin der festen Meinung, dass nichts so schwer ist, wie authentische Jugendsprache (ich bloggte mal auf der Weltenschmiede darüber, wie schnell das in die Hose gehen kann). Hier hat die Autorin in meinen Augen einen guten Mittelweg gefunden.
Julia und ihre Gedankensprache sind sehr locker, ohne gleich in Jugendslang abzuschweifen. Auch die anderen Jugendlichen sprechen eine leicht jugendlich angehauchte Hochsprache, sodass es nicht zu absolut lächerlichen Übertreibungen kommt, es aber dennoch immer deutlich ist, dass hier Teenager denken, sprechen und handeln.
Der Schreibstil trägt gut durch das Buch und ich hätte mir fast gewünscht, das Buch wäre länger – man will mehr davon.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Fazit:

Ein sehr unterhaltsames Buch, das nicht nur Teenagern sondern auch Erwachsenen mit Faible für Jugendbücher gut gefallen würde.
Es lebt von einer authentischen Protagonistin und der dazu passenden Sprache, die Julias Welt zum Leben erweckt und wunderbar echt wirkt.
Auch die Nebenfiguren und Schauplätze verkümmern nie zu bloßen Pappaufstellern, es passiert auch dann etwas, wenn Julia gerade nicht anwesend ist.
Ich hatte wirklich Spaß beim Lesen eines rasanten eBooks und freue mich auf die im nächsten Jahr erscheinende Fortsetzung.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Disclaimer: Vielen, vielen Dank an O’Connel Press für das Rezensionsexemplar!