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Schlagwort-Archive: O’Connell Press

C. M. Hafen – Drachenfrieden (Das Drachenvolk von Leotrim #3)

Veröffentlicht am
Leotrim Band 3

Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

Titel: Drachenfrieden
Autorin: C. M. Hafen
Verlag: O’Connell Press
Genre: Fantasy
Altersempfehlung: In Elternbegleitung kann das Buch auch von Kindern ab 8/9 Jahren gelesen werden (persönliche Einschätzung)
Seiten: 214 Seiten
Format: eBook
Coverdesign by:  Bild von Asmus Koefoed, Gestaltung O’Connell Press
ISBN: 978-3945227626
ASIN: B071RCP5RL
Das Buch auf der Verlagshomepage

Ich wurde gefragt, ob ich Vorableserin für dieses Buch sein darf und… da fragt man mich noch?! Natürlich wollte ich <3.

Diese Reihe ist für mich etwas Besonderes. Ich lese eigentlich viel lieber Fantasy mit erwachsenen Protagonist*innen. Und überhaupt und sowieso. Aber trotzdem haben sich Silván, Ambro und Norwin von Anfang an in mein Herz geschlichen und sich dort festgekrallt. Wenn ich also nach meinem Lieblingsbuch über Drachen gefragt werde, dann heißt es von meiner Seite seit Band 1: „Die Trilogie vom Drachenvolk von Leotrim“.

Es tut weh, dass die Reihe damit zu Ende ist. So sehr, dass ich mehrere Tage lang kein anderes Buch lesen konnte, sobald das hier fertig war. Ich wollte der Geschichte noch etwas Exklusivraum in meinem Kopf geben, zumindest so lange, bis die Rezension getippt ist. Und dann vielleicht noch einen Tag oder zwei.

Die Anforderungen an einen Teil drei, an alle anderen ranzukommen, sind dann auch noch immer besonders hoch und gerade wenn man so ein Fangirl ist wie ich, liegt die Latte dann umso höher.

Aber hach, es war schön, ein letztes Mal nach Leotrim zu kommen. So richtig schön. Ich habe gelacht, ich habe geweint und ich habe imaginären Leuten die Haare gestreichelt und gesagt, dass alles gut wird.

Cover:

Ich finde die Cover bei dieser Trilogie ja unglaublich edel. Schlicht, einprägsam und einfach schön. Dieses Mal ist der Drache pink und das Drachenauge rot, der Rest ist wie immer aufgeteilt – Drachenauge im mittleren Drittel und oben und unten ein schlichtes Schwarz.
Hoffentlich gibt es von dieser Buchreihe irgendwann einen Hardcoverschuber, ich kann mir vorstellen, dass er unfassbar edel daherkommen würde, allein durch die Schönheit der Drachenschuppen.
Den würde ich sofort kaufen.

Inhalt:

Ambro folgt dem Ruf der „Mutter aller Wasser“ – zusammen mit Norwin macht er sich auf eine Reise, bei der er nicht nur mehr über Leotrim erfährt, sondern einige folgenschwere Erkenntnisse über sich selbst findet.
Aber auch Dakota und die scheinbar allwissende Chronistin müssen noch eine Menge Dinge über Leotrim – und sich selbst – herausfinden.
Carolin Hafen scheut nicht vor wirklich großen und schmerzhaften Themen zurück. Themen, die gleichzeitig so sensibel verpackt sind, dass ich nach wie vor eine Leseempfehlung für Kinder aussprechen kann (wenn auch unbedingt bei Jüngeren mit Eltern zusammen). Einiges davon sind Dinge, die können jede Familie treffen. Und dann stellt sich die Frage, wie man mit einem Kind über so ein Thema sprechen soll. Das ist eine der Stellen, an denen ich beim Lesen bitterlich geweint habe. Und es war gleichzeitig so wunderschön und so umsichtig geschrieben…
Andere Dinge sind metaphorisch und stärker verschlüsselt. Und gerade dadurch sehr weise. Menschen fürchten Veränderungen. Und zu viele Veränderungen auf einmal können unabsehbare Folgen haben. Zum Guten wie zum Schlechten.
Einige Fragen bleiben ungeklärt – aber irgendwie geht es mir da wie Ambro. Ich weiß gar nicht, ob ich die Antworten auf diese Fragen noch direkt aus dem Buch von der Autorin wirklich brauche – oder ob ich den Gedanken einfach noch ein bisschen Zeit geben soll, damit die Erkenntnis von selbst in mir heranreift.
Das war eine Stelle, die sich mir wie mit Widerhaken eingebrannt hat. Ambro würde inzwischen viele Fragen nicht mehr stellen – aber sein Vater würde ihm alle beantworten.
Und wo trifft man sich in diesem Fall? Das weiß so genau dann niemand…
Ich bin immer noch ganz verzaubert.


Sprache:

In einer Romanreihe, in der die Bedeutung von Sprache, von Geschichten, von Büchern und Träumen so hoch ist, muss auch die Sprache besonders sein. Und mir fallen so viele Kleinigkeiten auf, auf sprachlicher Ebene. Ich mag immer noch die Bedeutung von „Mowarisch“, die sich vermutlich nur für Menschen erschließt, die irgendwie mal mit einer slawischen Sprache zu tun hatten, in der „Mowa“ das Wort für Sprache ist. Und die leise Bedeutung, die in der Wahl genau DIESES Wortes mitschwingt.
Oder der Name Watchyn.
Oder… Es sind so viele Kleinigkeiten. So viele sprachliche, liebevolle Details. Bei den Namen, wo sie mir aufgefallen sind. Bei einigen anderen Dingen. Ich sage nur „Nerina“, wer das Buch kennt, weiß dann, was ich meine, ohne dass ich hier spoilern muss.
Und natürlich dieser feinfühlige Einsatz von Sprache, auch an schwierigen Stellen.
Fand ich auch dieses Mal wieder unglaublich schön.


Fazit:

Wie oben schon erwähnt – ein Buch, das mich tagelang nicht loslassen kann und bei dem ich einzelne Episoden und Passagen immer noch im Kopf herumdrehe und wende. Eins dieser Herzensbücher mit Widerhaken, die auch Monate später noch nachhallen werden, dessen bin ich mir sicher. Für mich gehört die Leotrim-Reihe mit zu den weisesten, schönsten und berührendsten Buchreihen, die ich je gelesen habe und ich bin froh, sie kennengelernt zu haben.

Das Buch ist für alle Menschen, die wissen, wie wichtig und machtvoll Worte sind – oder die sich daran erinnern wollen. Für alle, die in die Magie von Geschichten eintauchen wollen. Und für alle, die wissen, dass es im Leben eines Menschen mehr Übergangszeiten gibt als die vom Jugendlichen zum Erwachsenen.

Wunderschön und ein echtes Sehnsuchtsbuch, auch nachdem das letzte Wort gelesen ist.


Disclaimer: Danke an Autorin und Verlag für das Vorab-Rezensionsexemplar. Ihr habt damit einen Fan der Reihe sehr glücklich gemacht ❤

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Alice Andres – Punks Return (Punk’s Undead #2)

Veröffentlicht am

Titel: Punks Return
Autorin: Alice Andres
Verlag: O’Connell Press
Genre: Horror
Seiten: 1874 KB entsprechen rund 140 Seiten.
Format: eBook
ASIN: B01MCSZI7Z
Das Buch auf der Verlagshomepage

Link zu Band 1: *klick*

Nachdem Buch 1 gefühlt mitten im schönsten Cliffhanger endete, habe ich mich sehr gefreut, als mich die Autorin fragte, ob ich auch für Band 2 wieder ein Leseexemplar haben möchte. Natürlich wollte ich – schließlich will man wissen, wie sich der Cliffhanger aus Band 1 auflöst und wie das Ganze dann weitergeht ;-).
Anders als der recht actionlastige Reihenauftakt geht es hier etwas ruhiger weiter – in meinen Augen eine gute Mischung. Die meisten Autoren machen den Fehler, nach einem actionreichen Auftakt NOCH mehr geballte Action in den Mittelteil zu klatschen und das Ganze damit irgendwann in dragonballartige Höhen zu peitschen (nicht falsch verstehen – ich mag Dragonball – aber dort ist das Konzept irgendwie trashig-charmant, woanders meist eher nicht…). Nicht so hier. Statt in die Breite, geht die Handlung erstmal in die Tiefe und das ist gut so.

Achtung: Dies ist die Rezension zu einem zweiten Band. Spoiler zu Band 1 lassen sich nur bedingt bis gar nicht vermeiden. Wer „Punk’s Undead“ nicht gelesen hat, der klicke auf den obigen Link zu Band 1.

Cover:

Das finde ich im Nachhinein sogar noch besser als das Cover von Band 1. Mit den grüngoldenen Augen und der Nahaufnahme habe ich das Gefühl, direkt einem der Nosferatus in die gelben, stark geschminkten Augen zu starren. Auch die Schrift ist jetzt kontrastreicher und dunkler, die Schriftart bleibt gleich. Nur das „Die Vampir-Punk-Reihe“ in der obersten Ecke ist nicht perfekt lesbar, aber das ist Meckern auf hohem Niveau bei einem Cover, das ich – sobald es auf Facebook gezeigt wurde – sofort angehimmelt habe.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Inhalt:

Ich gebe ehrlich zu, im ersten Moment war ich verwirrt. Wer Teil 1 kennt und weiß, wie das endet, kann mich vermutlich verstehen. Wir begleiten Laura, die versucht, ein normales Leben zu führen – was nicht gerade dadurch erleichtert wird, dass ihre Sinne ungefähr so scharf sind wie die eines Vampirs und ihre Essgewohnheiten ein wenig roher sind als gewöhnlich. Dass Olli dann ausgerechnet als Bewältigungsart „Wir ignorieren jetzt einfach alles, was zwischen Anfang und Ende von Band 1 passiert ist“ gewählt hat, ist für Laura NICHT hilfreich und da kann ich Lauras Frustration und deren Folgen sehr gut nachvollziehen.
Wir erhalten hier einen weiteren Einblick in die Vergangenheit von Olli und Valentin, es gibt immer noch genug Action – auch wenn, wie oben bereits erwähnt, die Handlung an sich ruhiger ist – und wir erfahren mehr über die Nosferatus.
Dabei wird Valentin als Charakter immer interessanter und vielschichtiger. Auch scheut sich die Autorin wie schon in Band 1 nicht, Leuten etwas anzutun. Auch wichtige Figuren sind nicht sicher und das baut natürlich zusätzliche Spannung auf.
Dennoch bleiben bei all dem genug Fragen übrig, um die Leser auf den nächsten Band hibbeln zu lassen. Ich will jedenfalls jetzt SOFORT wissen, wie sich die ganzen Rätsel auflösen, aber da werden wir uns wohl eine Weile gedulden müssen…
Bei all der Spannung bleibt aber auch das Tiefgründige nicht auf der Stelle – in einem neuen Gewand stellt hier Alice Andres die Frage danach, was uns zu Menschen macht. Ist es das Gewissen? Und ist ein gewissensloses Leben wirklich automatisch glücklicher? Da werden die essentiellen Fragen der Gesellschaft mal eben ganz nebenher in einem unterhaltsamen Kleid erläutert – so, wie ich es mag, ohne erhobenen Zeigefinger und dennoch nachdenklich.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Sprache:

Hat Spaß gemacht. Hat wirklich, wirklich großen Spaß gemacht und ist oft auch sehr selbstironisch unterwegs.
Ich glaube, ich habe selten so viel gelacht, wie bei dem Dialog zwischen Laura und Valentin, bei dem Valentin das Wort „Alpha-Kevin“ in den Mund nimmt und sich dafür von Laura eine hämische Bemerkung anhören darf ;-).
Die vielen versteckten Anspielungen auf Populärkultur und Geekiges ließen den Roman manches Mal zu einem lustigen Wimmelbildbuch werden, bei dem jede gefundene Anspielung einen Bonuspunkt bringt.
Laura ist durch die Erlebnisse in Kroatien erwachsener geworden – und das merkt man auch der Erzählsprache an. Keine quirligen Schwärmereien mehr, keine Ausflüge ins Naivpoetische. Eine Sprache, die genau auf Laura und ihre neue Situation abgestimmt ist.
Und dazwischen, sehr charmant, ein paar Zeilen Münchener Dialekt.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Fazit:

Ein zweiter Band, der sich nicht hinter Band 1 zu verstecken braucht.
Ich hatte viel Spaß beim Lesen und habe mich gefreut, dass es nach dem rasanten Anfang jetzt mehr in die Tiefe geht und hintergründiger wird. Nun freue ich mich auf das Warten, auf Band 3 und darauf, tiefer in diese Welt eintauchen zu können.
Für mich gab es die perfekte Mischung aus gelösten und neuen Fragen, die perfekte (relative) Ruhe vor und nach dem Sturm und eine virtuos erzählte Geschichte abseits von Glitzervampiren.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Disclaimer: Danke an O’Connell Press und Alice Andres für das Rezensionsexemplar!

C. M. Hafen – Drachensichel (Das Drachenvolk von Leotrim #2)

Veröffentlicht am
Drachensichel Cover

Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags!

Titel: Drachensichel
Autorin: C. M. Hafen
Verlag: O’Connell Press
Genre: Fantasy
Altersempfehlung:In Elternbegleitung kann das Buch auch von Kindern ab 8/9 Jahren gelesen werden (persönliche Einschätzung)
Seiten: 244
Format: eBook (Kindle-Version)
Coverdesign by: Bild von Asmus Koefoed, Gestaltung O’Connell Press
ISBN: 978-3945227510
ASIN: B01D5NYKFY
Das Buch auf der Verlagshomepage 
Es gibt Reihen, in denen fühlt man sich sofort zu Hause, wenn man – metaphorisch – das Buch aufschlägt und den ersten Satz liest. Bei einem eBook ist es natürlich die Wischbewegung. Man gibt sich noch einige Minuten, um die Karte anzustaunen (Karte ❤ ) und dann will man auch schon eintauchen.
Dieses Leotrim ist düsterer als das in Band 1. Viel düsterer. Und das ist gut so. Ich habe das Gefühl, zusammen mit Ambro immer mehr darüber herauszufinden, dass die Welt nicht nur gut ist.
Schon in Band 1 musste er Dinge verdauen, die für ein kleines Kind hart sind. Doch die Ereignisse in Band 2 gingen mir noch mehr an die Nieren und der Junge wirkte authentisch verstört.
Gleichzeitig war dieses Buch voller Atmosphäre, voller Geheimnis, voller Schönheit und Tiefe. So viele Geheimnisse, die abseits vom Hauptstrang um Ambro und Norwin darauf warten, gelüftet zu werden. So viele Wesen, denen wir noch begegnen werden. So viele Dinge…

Cover:

Die Entscheidung, das Motiv an sich als Reihencover zu behalten und mit Farben zu arbeiten, gefällt mir sehr gut. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich das gleiche Motiv verschieden eingefärbt wirken kann, oder?
Das Blaue wirkte sehr ruhig, sehr ausgeglichen und ich hatte das Gefühl, Wellen zu sehen.
Das rote Auge und die grünen Schuppen wirkten auf mich bereits aggressiver, wütender, aber auch energischer.
Ich wusste also von Anfang an: Das hier wird düsterer und ereignisgeladener, als Band 1.
Und so war es letztendlich auch.

Feuerflocke fünf Sterne Klein
Inhalt:

In gewissem Sinne ist dies ein Buch vom Aufbrechen und Ankommen.
An ihrem sechzehnten Geburtstag bricht Dakota auf – denn Hangameh kann ihr nicht alle Antworten geben und sie muss selbst auf die Suche nach ihrer Identität gehen.
Ambro kommt zu Hause an – doch sein Zuhause ist kein Zuhause mehr und er muss auf die Suche gehen.
Auch andere Charaktere sind auf Wanderschaft und die Orte, durch die sie gehen, bereiten mir teilweise aus den verschiedensten Gründen Gänsehaut. Ich sage nur „dieser eine Wald“ und „diese eine Stadt“ ;-). Wer es gelesen hat, weiß, was ich meine. Wer nicht, den will ich nicht spoilern. Mir hat es die Sprache verschlagen und ich möchte diesen Effekt nicht mildern.
Wir erfahren weitere Dinge über die Welt, sodass Leotrim immer runder wird – aber noch hat es einige Geheimnisse und ich hoffe, die werden in Band 3 gelüftet. Ich bin so verliebt in diese Reihe, wenn Band 3 draußen ist, will ich einen Schuber!
Feuerflocke fünf Sterne Klein
Sprache:

Ich frage mich, wie die Autorin das macht. Das Buch atmet eine Leichtigkeit und ist doch voller Bilder, voller Metaphern und voller Passagen, die sich fast schon wie ein Gedicht lesen.
Gleichzeitig sind alle Sätze kristallklar und da sie direkt ins Herz gehen, auch für einen jungen Menschen vermutlich sehr gut verständlich.
Ohne die Sprache und die Art und Weise, Sätze in Bilder zu verwandeln, wäre die Atmosphäre vermutlich nur halb so schön.
Ich hatte bei einigen Beschreibungen so starke Gänsehaut, dass es wehtat und musste mir die Tränen verkneifen, weil mich die Worte angerührt haben, während ich gerade im Bus saß.
Und an einer bestimmten Stelle, die ich bei „Inhalt“ bereits erwähnt habe, hat mir die Art und Weise, wie hier erzählt wurde, die Kehle zugeschnürt.

Feuerflocke fünf Sterne Klein
Fazit:

Ich habe schon Band 1 sehr, sehr geliebt. Habe ich das schon erwähnt? Ich hatte das Gefühl, als hätte ich all die Jahre nach genau SO einem Buch gesucht und bei so viel Liebe zu Band 1 sind die Ansprüche an Band 2 dann natürlich sehr hoch. Vor allem, wenn man ein Jahr darauf warten muss, dass es weitergeht.
Aber das Buch hat mich nicht enttäuscht, ich habe eher das Gefühl, es ist sogar noch besser als Band 1 und es wirkte keinesfalls wie ein „typischer“ zweiter Band – es ist eine Menge passiert, viele Geheimnisse bleiben noch ungelöst, aber es kränkelt nicht am Syndrom des zweiten Bandes, sondern ist sehr gut lesbar und nimmt ganz schön an Fahrt auf, ist streckenweise düsterer und ereignisreicher, als Band 1.
Ich bin gespannt, wie die Reise von Ambro, Norwin und all den anderen endet – nur leider muss ich ein ganzes Jahr warten.
Für diese Buchreihe gibt es auf jeden Fall wieder meine allerwärmste Leseempfehlung!

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Thomas Neumeier – Mondlüstern

Veröffentlicht am

Titel: Mondlüstern
Autor: Thomas Neumeier
Verlag: O’Connell Press
Genre: (okkulter) Thriller
Seiten: 1066 KB entsprechen 274 Seiten
Format: eBook
ASIN: B011DTKDB2
Das Buch auf der Verlagshomepage

Ein sehr spannender Thriller, der das Thema „Okkultismus“ gekonnt mit einem spannenden Kriminalfall verbindet, bei dem einerseits ganz klassisch mit Verdächtigen gesprochen und Verfolgungsjagden inszeniert werden, andererseits jedoch schlicht nichts so ist, wie es scheint.
Am Ende mischen so viele Parteien mit unterschiedlichen Interessen mit, dass die Geschichte schön komplex wird – und als dann eine Art Online-Big-Brother ins Spiel kommt, eskaliert die Situation völlig.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn sich an einigen Stellen das Ermittlerpaar im Kreis gedreht hat. Aber das war nicht schlimm. Die zwei sind so herrlich unterschiedlich, dass es Spaß macht, ihre Diskussionen mitzuverfolgen.

Die Freundin des dänischen Polizisten Brandur Christensen wird von unbekannten Wesen brutal ermordet – und er zieht sich vom Dienst zurück. Doch dann erregt ein ähnlicher Fall aus Deutschland sein Interesse und er beginnt, zusammen mit der Esoterikautorin Anja Kahrmann zu ermitteln. Was geschah damals wirklich? Und was hat das mit dem Mord an seiner Freundin zu tun?

Cover:

Hier gebe ich ganz ehrlich zu, dass das Cover der Grund war, aus dem ich das Buch überhaupt angeklickt (und später dann angefragt habe). Mit dem wunderschön und gleichzeitig irgendwie unheimlich hinter die Wolken gesetzten Mond und den riesengroßen Raubtieraugen – die dennoch eine tödliche Intelligenz verraten – hat es mich auf Anhieb neugierig gemacht.
Die Inhaltsangabe war dann schnell gelesen und die Anfrage bald gestellt, ob ich es lesen darf. Aber selbst wenn ich es nicht als Rezensionsexemplar erhalten hätte – allein wegen des Covers wäre dieses Buch auf jeden Fall auf meinem Smartphone gelandet.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Inhalt:

Hier wird es etwas schwer, ohne zu spoilern.
Auf jeden Fall hat der Autor eine sehr dichte Geschichte geschrieben, die ich in Hinblick auf einige besondre Punkte erschreckend realistisch fand.
Brandur und Anja wollen einen zwei Jahre alten Fall aufrollen, um herauszufinden, was wirklich geschah, als eine junge Frau brutal ermordet wurde. Diverse Gruppierungen jedoch mögen es gar nicht, wenn in ihren Geheimnissen herumgeschnüffelt wird – und geben das den beiden Ermittlern auch regelmäßig mehr als deutlich zu verstehen.
Ganz nebenbei erfährt man außerdem, dass in bayerischen Dörfern nicht zwingend alle Menschen erzkatholisch sein müssen, so Einiges über keltische Kulte und das Verhalten von Waldtieren.
Mir wäre auch sonst keine Unstimmigkeit aufgefallen, auch nicht bei der Charakterzeichnung (auch wenn ich über beide Menschen gerne mehr erfahren hätte) und das Buch ist in sich geschlossen, könnte jedoch durchaus eine Fortsetzung zulassen – ich würde mich freuen.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Sprache:

Ein lachendes und ein weinendes Auge hier.
Ich mochte die Sprache aus „Mondlüstern“ sehr. Manchmal erinnerte sie mich ein wenig an Jules Verne, war etwas altertümlich angehaucht und… ja, ich habe in den Amazon-Rezensionen gesehen, dass manche Leser diese Sprache schrecklich fanden. Bei mir hat die Sprache einen Nerv getroffen, ich mochte es sehr, dass ein Autor sich mal traut, komplexere Worte zu wählen, lange Sätze zu bauen und das Ganze sprachlich ein wenig anders aufzuziehen, als 80% der Thrillerautoren, die ich bisher gelesen habe.
Hat auch sehr gut zum Fall, zur Atmosphäre und zum Okkultismus in diesem Buch gepasst und mir als Fan von anspruchsvoller Sprache und kuriosen Worten auf jeden Fall gefallen.
Manchmal gerieten dadurch jedoch die Sätze einen Hauch zu verschwurbelt, es fehlte ein Wort oder war falsch geschrieben. Das ist nicht schlimm, aber doch schade.

Feuerflocke vier Sterne Klein

Fazit:

Ich habe nach dem Lesen noch lange über die Implikationen und ja, die philosophischen Hintergründe hinter dem Konzept dieses Thrillers nachgedacht – das Buch hat also einen Nachhall hinterlassen, der mich die Welt ein Stückweit anders sehen lässt.
Ganz abgesehen davon, dass ich mich glänzend unterhalten gefühlt habe von dem ungleichen Duo Brandur und Anja, von den Polarforschern auf dem U-Boot und dem hohen Miträtselfaktor.
Ein sprachlich schöner, spannender und innovativer Thriller, nach dem ich den Autor auf alle Fälle im Auge behalten werde. Das hat gefallen!
In der Endbewertung runde ich auf 5 FeuerFlocken auf, da der Wermutstropfen mit den fünf oder sechs Rechtschreibfehlern im Prinzip winzig ist und für mich das Gesamtergebnis nicht getrübt hat, man solche Fehler gerade in eBooks außerdem schnell beheben kann, sodass künftige Leser sie sowieso nie zu Gesicht bekommen.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Disclaimer: Danke an O’Connell Press für das Rezensionsexemplar! Ich hatte viel Spaß beim Lesen :).

Alice Andres – Punk’s Undead (Punk’s Undead #1)

Veröffentlicht am

Titel: Punk’s Undead
Autorin: Alice Andres
Verlag: O’Connell Press
Genre: Horror
Seiten: 479 KB entsprechen rund 120 Seiten.
Format: eBook
ASIN: B014K61UDA
Das Buch auf der Verlagshomepage

Das Buch hat es echt, echt in sich – und ich bin eigentlich als recht begeisterte King-Leserin Vieles gewohnt.
Dafür, dass es nur 120 Seiten lang ist, ist es nicht nur sehr actiongeladen, es bietet auch einiges an Verwicklungen zwischen den Charakteren und viel Weltenbau – man erfährt Einiges über die Eigenschaften der Nosferatus (wenn auch offensichtlich nicht alles) und dennoch bleibt genug offen, um sich auf die Fortsetzung zu freuen.
Laura ist ein vielschichtigerer Charakter, als man anfangs annimmt und auch Olly ist weitaus mehr, als er zu sein scheint.
Nerdige Anspielungen und viel Musik runden das Ganze ab.
Mein Highlight war eine Diskussion, in der zwei Nosferatus darüber reden, wer alles ein Punk war – der eine führt Falco ins Rennen, der andere Goethe. Ich musste so lachen, weil ich spontan an Falcos „Rock me Amadeus“ denken musste…
Aber nun… die ausführliche Buchbesprechung.

Cover:

Das Cover ist anders als die, die ich sonst vom Verlag gewohnt bin. Mit dem körnigen Schwarzweißfoto eines Punkmädchens und der Schriftart zeigt es sofort, dass dieses Buch hart wird. Auch wenn die Schrift fast verspielt wirkt mit ihrem Effekt der teils leeren Buchstaben, die wie aufgesprayt wirken. Als hätte jemand Schablonen und Negative von Schablonen nebeneinander auf Asphalt gelegt.
Wenn man genau genug hinsieht, erkennt man übrigens in der oberen rechten Ecke die Schatten von Waffen, die sich auf das Punkmädchen richten. Das Detail wäre mir bei der Betrachtung des Covers auf dem Handy gar nicht aufgefallen, finde ich aber jetzt im Nachhinein sehr schön.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Inhalt:

Das Buch steigt schnell ein, schafft es aber dennoch, die Atmosphäre gut einzufangen. Das versiffte Gelände irgendwo in der osteuropäischen Pampa, die bunten und kreativ frisierten Punks und mittendrin… Laura. Wie aus einer Werbung für Hello-Kitty-Artikel entsprungen.
Das alles ist sehr lebendig und wird für den Leser ziemlich schnell lebendig – schnell genug, um Laura augenblicklich in Kampfhandlungen zu verwickeln, die einfach nur cool sind…
Ich bin ganz ehrlich, auch wenn ich nicht so aussehe (okay, im Internet ist das ein ziemlich blöder Satz 😀 ), mag ich gut choreografierte Kampfszenen, rasante Verfolgungsjagden und Armbrustschießereien. Jep. Keine Gewehre. Eine Armbrust.
Aber auch abseits der coolen Kampfsequenzen passiert Einiges – im Zwischenmenschlichen ist zwischen den Figuren nichts so einfach, wie es scheint und auch der Weltenbau ist gar nicht so simpel, wie es anfangs vorkommt. Eigentlich wollte ich ja sofort nach dem Lesen eine Fallstudie schreiben, jetzt will ich aber erstmal die Folgebände abwarten, denn es wartet die eine oder andere Überraschung.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Sprache:

Mir hat die Sprache hier sehr gut gefallen. Alice Andres arbeitet sehr zielsicher, ohne Floskeln oder unnötiges Drumherumgerede. Wenn ein Arm abgebissen wird, dann wird ein Arm abgebissen. Punkt.
Dieser schonungslose Stil vermengt sich immer mal mit Lauras anschaulichen Vergleichen, die gerade wenn sie schwärmt, auch durchaus ins Poetische abgleiten können – dabei aber immer authentisch bleiben. Ja, so fühlt man sich als junges Mädchen in einer solchen Situation wohl, so denkt und spricht man.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Fazit:

Ein Vampirroman, der anders ist als das, was ich sonst in der Richtung lese – normalerweise bevorzuge ich Romane aus Sicht der Vampire und habe es nicht so mit Vampirjägern.
Hier war die Story allerdings so spannend und die Kämpfe so faszinierend, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen.
Außerdem wird zwar aus einer Sicht geschildert, aber die Vampire haben durchaus Tiefgang, der über „sind zum Töten da“ hinausgeht.

Ich freue mich auf Band 2.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Disclaimer: Danke an O’Connell Press und Alice Andres für das Rezensionsexemplar!

Andrea Tillmanns – Julia Jäger und die Macht der Magie (Julia Jäger #1)

Veröffentlicht am

Titel: Julia Jäger und die Macht der Magie
Autorin: Andrea Tillmanns
Verlag: O’Connell Press
Genre: Urban Fantasy, Young Adult
Altersempfehlung: Ab 12 Jahren (persönliche Einschätzung)
Seiten/Volumen: 437kb entsprechen 127 Seiten
Format: eBook
ASIN: B0149JXA1I
Das Buch auf der Verlagshomepage

Das war wieder eins der Bücher, die ich in einem Rutsch gelesen habe – bei einer lockeren Sprache, einer sehr authentischen Protagonistin und einer spannenden Geschichte kein Problem.
Kurioserweise habe ich mich beim Klappentext verlesen und statt „geheimnisvolle Münze“ blöderweise „geheimnisvolle Mütze“ gelesen – und habe mich im Vorfeld halbtot gegrübelt darüber, wie eine Mütze geheimnisvoll sein soll und wie eine solche Mütze aussehen würde.
Erst als ich dann wirklich angefangen habe, zu lesen – und statt einer Mütze eine Münze auftauchte – habe ich meinen Fehler bemerkt.
So kann ein Verleser zu völlig falschen Erwartungen an ein Buch führen!

Cover:

Im Vordergrund steht die Protagonistin – eine junge Frau mit aschblonden oder hellbraunen Haaren und verträumtem Gesichtsausdruck. Die Münze, um die es in diesem Band geht, sieht man nur halb – sie ist unten links zu sehen. Der Titel selbst steht in einer sehr verspielten Schriftart auf dem Cover – das ansonsten mit einem sehr schlichten und fast etwas traurigen Hintergrund aufwartet.
Ich bin gespannt, ob die Cover der Folgebände diesen Grundaufbau – Protagonistin im Vordergrund, Thema des jeweiligen Bandes eher etwas in der Ecke – beibehalten werden. Denn im Prinzip sagt das Cover aus, dass hier sehr nah an der Figur gearbeitet wird, sehr figurenzentriert.
Als Fan der personellen Erzählweise gefällt mir das sehr gut.
Einziges Manko an diesem Cover ist, dass es aufgrund des eher gräulich wirkenden Hintergrunds und dem Blick des Mädchens ein wenig traurig wirkt. Dabei ist die Geschichte spannend, lustig, locker – aber nicht traurig. Vermutlich soll der Hintergrund auf das graue Wetter im Buch anspielen, aber ich weiß nicht, inwiefern er falsche Erwartungen weckt (wobei ich auf hohem Niveau jammere und mich bei meinen Cover-Interpretationen immer frage, ob sich jemand das auch nur annähernd so genau anschaut wie ich :O )

Feuerflocke vier Sterne Klein

Inhalt:

Die Geschichte spielt in unserer Welt, allerdings mit einigen kleinen Modifikationen. So gibt es in dieser Version unserer Realität Magier und Menschen mit besonderen Kräften. Außerdem gibt es magische Artefakte, die verschiedene Funktionen und Wirkungen haben – eins davon ist die geheimnisvolle Münze, die Tim in seinem Besitz hat.
Der Weltenbau wirkt auf mich soweit ich das bei einem Reihenauftakt bereits beurteilen kann, rund – es wird zwar nicht geklärt, woher und wieso einige Menschen besondere Fähigkeiten haben, aber bei einem Mehrteiler finde ich es okay, dass nicht alles im Reihenauftakt ausgeplaudert wird. Im Gegenteil. Ich bin gespannt, ob es in der 2016 erscheinenden Fortsetzung mehr zum Ursprung der Magie und der Magier erzählt wird.

Auch die Geschichte wirkte auf mich rund – Julia Jäger ist eine sehr sympathische Protagonistin. Bei so manchem ihrer Sätze dachte ich mir „Joa, in dem Alter hätte ich das auch so ausgedrückt“ oder „Das könnte auch meine kleine Schwester gesagt haben“. Ihre Gedanken sind authentisch und ihre Langeweile im Unterricht ist etwas, in das sich vermutlich jeder Mensch hineinversetzen kann ;-). Schön fand ich auch, dass sie und die anderen Figuren im Buch keinesfalls perfekt waren. Im Gegenteil. Sie machten Fehler, waren auch mal feige oder wussten nicht, wie sie handeln sollten.
Echte Jugendliche, keine Überwesen.
So wirkt auch die Geschichte echt und spannend – mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, aber ich fühlte mich wirklich gut unterhalten!

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Sprache:

Bei einem Buch, das stark vom Charakter des Protagonisten lebt, ist Sprache unheimlich wichtig. Und ich bin der festen Meinung, dass nichts so schwer ist, wie authentische Jugendsprache (ich bloggte mal auf der Weltenschmiede darüber, wie schnell das in die Hose gehen kann). Hier hat die Autorin in meinen Augen einen guten Mittelweg gefunden.
Julia und ihre Gedankensprache sind sehr locker, ohne gleich in Jugendslang abzuschweifen. Auch die anderen Jugendlichen sprechen eine leicht jugendlich angehauchte Hochsprache, sodass es nicht zu absolut lächerlichen Übertreibungen kommt, es aber dennoch immer deutlich ist, dass hier Teenager denken, sprechen und handeln.
Der Schreibstil trägt gut durch das Buch und ich hätte mir fast gewünscht, das Buch wäre länger – man will mehr davon.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Fazit:

Ein sehr unterhaltsames Buch, das nicht nur Teenagern sondern auch Erwachsenen mit Faible für Jugendbücher gut gefallen würde.
Es lebt von einer authentischen Protagonistin und der dazu passenden Sprache, die Julias Welt zum Leben erweckt und wunderbar echt wirkt.
Auch die Nebenfiguren und Schauplätze verkümmern nie zu bloßen Pappaufstellern, es passiert auch dann etwas, wenn Julia gerade nicht anwesend ist.
Ich hatte wirklich Spaß beim Lesen eines rasanten eBooks und freue mich auf die im nächsten Jahr erscheinende Fortsetzung.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Disclaimer: Vielen, vielen Dank an O’Connel Press für das Rezensionsexemplar!

Stefanie Bender – der Todesritus

Veröffentlicht am

Titel: Der Todesritus
Autorin: Stefanie Bender
Verlag: O’Connell Press
Genre: Historical Fantasy / Novelle
Seiten: 448 kb entsprechen 74 Seiten
Format: eBook
ASIN: B00XQAQTEW
Das Buch auf der Verlagshomepage – und zusätzliche Informationen zu Buch und Autorin.

Auch hier wieder eine Novelle mit meisterhafter, gleichzeitig dichter und poetischer Sprache und einer sehr, sehr hohen Spannungskurve.
Jonathans Entwicklung und die Zeit nach dem Ende von „Das Todesmal“ werden in wenigen Sätzen und Andeutungen angerissen, ehe man sich auch schon mitten im Geschehen wiederfindet. Und das ist unglaublich spannend.
Hier verläuft die Spannung auf zwei Ebenen – nicht nur die Handlung hat mich mitgerissen, auch Jonathans Entwicklung und die Veränderungen in seinem Verhalten gehen beim Lesen echt, echt nahe.
Kaum war das eBook geladen, schon war es gelesen, da ich es nicht aus der Hand legen wollte.

Cover:

Creepy. Ein Ziegenschädel mit roten, pupillenlosen Augen, die aussehen, als wären sie mal mit Blut gefüllt gewesen, man sieht noch die leeren Adern… Und ansonsten nur harmonische monochrome und weiche Farbübergänge im Hintergrund zur roten Schrift für den Titel.
Das Cover ist für mich wieder ein Hingucker und sah auch auf der Reader-App sehr gut aus. Wie es sich auf einem Schwarz-Weiß-Bildschirm machen würde (die meisten Lesegeräte) kann ich nicht beurteilen, da ich keinen klassischen eReader zur Verfügung habe – aber da würde es vermutlich auch gut aussehen.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Inhalt:

Band 1 hatte es bereits in sich – Band 2 geht noch mal eine Stufe rauf, was den Gewaltanteil angeht. Diese Novelle ist deutlich härter, was nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass sie zehn Jahre nach Band 1 spielt und Jonathan als erwachsener Mensch auch andere Sorgen und Nöte hat, als früher.
Auch Probleme mit der Liebe beiben dabei nicht aus, werden aber auf eine bereichernce Weise in die Handlung eingebaut und führen letztendlich zu einem Moment, bei dem ich erstmal mit offenem Mund auf mein Handy gestarrt habe und mich fragte, ob das gerade wirklich passiert ist.
Und das muss ein Buch im positiven Sinne erstmal schaffen.
Mir gefiel die historische Atmosphäre, die Figurenzeichnung (samt Spannung auf Figurenebene) und die Handlungsspannung sehr, sehr gut!
Feuerflocke fünf Sterne Klein

Sprache:

Hier gibt es nichts auszusetzen.
Stefanie Bender schafft es, einer nervenzerfetzend spannenden Novelle mit einer poetischen Sprache zusätzliche Tiefe zu verleihen. Hier passt jede Metapher, sitzt jedes einzelne Wort, sodass ich mitten in einer furchtbaren Hitzewelle mit Jonathan im kalten Wald war und Gänsehaut hatte.
Feuerflocke fünf Sterne Klein

Fazit:

Eine Novelle, die mich atem- und sprachlos zurückgelassen hat, weil ich vor Spannung beim Lesen die Luft angehalten habe. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen und als ich fertig war, hallten die letzten Worte des Buches noch eine Weile in mir nach und ich hatte dieses angenehme Gefühl, das nur ein gutes Buch auslösen kann.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Disclaimer: Ich danke O’Connell Press für mein Rezensionsexemplar! Es ist immer eine Freude, ein Buch aus diesem tollen Verlag geschenkt zu bekommen.