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Mia Bernauer – Delia – Das Smaragdgrüne Feuer (Delia #3)

Veröffentlicht am

Titel: Delia – Das Smaragdgrüne Feuer
Autorin: Mia Bernauer
Verlag: Amazon Create Space
Genre: Romantasy
Seiten: 426 KB entsprechen 226 Seiten
Format: Kindle eBook
ASIN: B00M3WIF3W

Das Buch auf Amazon

Das Ende der Trilogie ist noch mal wesentlich temporeicher, als es die zwei gemächlich anfangenden Bände erwarten ließen – kaum angefangen, schon jagt ein Kampf den nächsten und für Delia gibt es kaum Ruhephasen. Cassian ist wieder da und er sorgt dafür, dass sich Delias Träume nach einem Leben als Jaguar nicht so leicht erfüllen lassen.
Sie ist umgeben von Intrigen und Problemen, nur Sebastian scheint noch an ihrer Seite zu sein und sie zu unterstützen…
Doch dann kommt alles völlig anders, als Delia denkt.

Die Trilogie wurde von Band zu Band besser und obwohl ich kein Fan von Romantasy bin und schon gar nicht zu denen gehöre, die bei einem Happy-End in einem Buch zu weinen beginnen, musste ich mir bei dieser Geschichte am Ende mühsam die Tränen verkneifen.
Die Liebesgeschichte ist hier kein Handlungskitt, die Gefühle der Personen werden authentisch beschrieben. Wenn Delia Zeit braucht, braucht sie Zeit und wenn sie verletzt wurde, schmeißt sie sich nicht sofort ihrem Liebsten an den Hals. Love-Interest Leander wird zunehmend sympathischer, weil er immer menschlichere Züge annimmt. Besonders im letzten Band ist es sein Verhalten und seine Veränderung, die viele Dinge herumreißt.
Zumindest bei dieser Autorin weiß ich, dass ich sogar bei Romantasy nichts falsch machen kann, denn die Liebesgeschichten sind authentisch, die Figuren intelligent und die Geschichten und Spannungsbögen gut durchdacht. Weder wirkte Band II wie ein Lückenfüller, noch Band I wie ein zu lang geratener Auftakt – jeder Band wirkte in sich geschlossen und hatte einen schönen Spannungsbogen, gleichzeitig zog sich ein roter Faden durch die ganze Trilogie.

Cover:

Nachdem das Cover für Band 2 ja nicht so ganz meinem Geschmack entsprochen hat, gefällt mir das für Band 3 wieder wesentlich besser. Statt eines Farbtons zwei, statt Katzentieren nun Adler – was hat das zu bedeuten?
Wer den Roman kennt, weiß es – wer nicht, kann hier bereits ein wenig rätseln und sich in die Romanhandlung hineinträumen.
Auch die schwebende Delia in dem schönen, blauen Kleid passt hier wieder perfekt.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Inhalt:

Eine Stärke der gesamten Reihe ist, wie ich bereits schrieb, dass jeder Band für sich stehen kann – auch wenn natürlich alle Bände nötig sind, um die ganze Handlung zu verstehen. Band 1 ist kein überlanger Prolog, Band 2 kein Lückenfüller, Band 3 wirkt nicht völlig unnötig – wie es vielen Trilogien angelastet wird.

Drei Monate – um sich zu verabschieden, um normal zu sein, um das alte Leben ein letztes Mal zu genießen. Mehr hatte Delia nicht verlangt und war das wirklich so viel?
Doch Leander hat keine Wahl und muss sie früher in die Welt der Halbwesen zurückholen, als beabsichtigt. Es herrscht praktisch Krieg, Cassian ist wieder auf freiem Fuß und nur die Auserwählte kann den Halbwesen wieder den verdienten Frieden bringen. Worüber Delia verständlicherweise alles andere als begeistert ist…
Als dann auch noch die Therion darauf bestehen, dass Delia in die Heilige Stadt Rijon gebracht werden soll, ist niemand damit glücklich.
Doch dann wird alles viel komplizierter, als gedacht…

Spannend, ereignisreich, mit einem aufregenden Showdown und einem schönen Ausklang.
Feuerflocke fünf Sterne Klein

Sprache:

Auch hier gab es wieder einige Lücken im Lektorat und Korrektorat – nicht immer wurde das perfekte Verb gewählt und so manches Verb aus dem Bereich „sagen, denken, meinen, rufen, meckern“ etc. war doch zu viel und für den Dialog eigentlich nicht nötig.
Ansonsten ist die Sprache aber sehr bildlich und schön. Einige Male nahmen längere Einschübe die Spannung aus der Handlung (wenn Delia schreit, weil ihr ein Leopard auf die Motorhaube springt, muss man NICHT einschieben, dass die Tiere in Kalifornien doch gar nicht vorkommen), aber auch das geschieht eigentlich sehr selten.
Wer nicht gerade selbst schreibt, dem werden diese Dinge vielleicht nicht einmal auffallen und abgesehen davon ist die Sprache schön und gut lesbar.

Feuerflocke vier Sterne Klein

Fazit:

Ein gelungener Abschluss für eine sehr fantasievolle Trilogie – wie oben bereits erwähnt, stand jeder Band für sich und der Abschlussband bildete auch wirklich den krönenden Abschluss der ganzen Reihe. Ein Pluspunkt sind hier auf jeden Fall Charaktere, die bereits dem Teenagealter entwachsen sind – und somit nicht die Reihe an Klischeeproblemen mitbringen, auf die man im Romantasybereich so trifft.
Der Ausrichtung auf ein erwachseneres Zielpublikum ist auch zu verdanken, dass es nicht annähernd so glatt am Ende für alle verläuft, wie man es von einer Teeniegeschichte erwarten müsste. Und das hat die Spannung wesentlich erhöht.

Da wir hier keine halben FeuerFlocken vergeben, runde ich auf – und gebe sowohl der gesamten Reihe als auch dem Abschlussband die volle Flockenzahl:

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Band 3 habe ich mir übrigens selbst gekauft :).

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Mia Bernauer – Delia – Das Rubinrote Licht (Delia #2)

Veröffentlicht am

Titel: Delia – Das Rubinrote Licht
Autorin: Mia Bernauer
Verlag: Amazon Create Space
Genre: Romantasy
Seiten: 252 Seiten bzw. 550 KB
Format: eBook
ASIN: B00KY4DE1E

Das Buch auf Amazon

Mir gefiel der direkte Neueinstieg in Band II, der fast ohne Nacherzählungen von Band eins ausgekommen ist – die ich aber auch nicht gebraucht hätte, um ehrlich zu sein. Auch so war die Welt der Halbwesen noch präsent genug in meinem Kopf, um einen flüssigen Wiedereinstieg zu garantieren. Außerdem wurde ich gleich auf den ersten Seiten mit einem Fakt überrascht, mit dem ich nie im Leben gerechnet hätte – durch den aber das letzte Rätsel aus Band I endlich gelöst wird.
Das einzige kleine Problem, das ich mit dem Buch hatte – die Halbwesen neigten in diesem Band ein wenig dazu, zu mächtig zu werden. Zusätzlich zu den Kräften ihrer jeweiligen Elemente, der Unsterblichkeit und den daraus erwachsenen zahlreichen Fähigkeiten können sie Menschen mit Hilfe eines permanent blutenden Bisses manipulieren. Andererseits wird genau diese Kraft am Ende zu einem treibenden Faktor in der Story und sorgt dafür, dass der Showdown unfassbar spannend gerät und ich mir beim Lesen beinahe in den Finger gebissen hätte.
Schön auch, wie man schrittweise mehr über die Welt der Halbwesen erfährt und gemeinsam mit Delia versucht herauszufinden, wer Freund und wer Feind ist. Ich hatte schon sehr früh das Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt – aber erst am Ende hat sich alles aufgelöst, sodass ich erleichtert aufseufzen konnte.
Und das Ende war natürlich DER Knall schlechthin, der mich sofort Band III kaufen ließ. Schließlich wollte ich wissen, was nach so einem Cliffhanger passiert!

Cover:

Das Cover fand ich persönlich nicht so schön, wie das von Band I – zum einen ist es sehr rosa, zum anderen im Vergleich zum ersten Cover nicht sehr kontrastreich. Die vielen hellen Flächen laufen ein wenig ineinander.
Abgesehen davon spiegelt es jedoch sehr schön die Romanhandlung – eine Großstadt und eine Delia, die permanent an einem Abgrund entlangbalanciert und dabei ein Lächeln zu bewahren versucht, dazu die zarten Blätter – das hat für mich gepasst.
Für das Rosa und die Kontrastarmut gibt es an dieser Stelle aber ein Flöckchen weniger.

Feuerflocke vier Sterne Klein

Inhalt:

Wie oben schon erwähnt – die Autorin steigt nahtlos wieder in die Handlung ein und wirft mich als Leserin mittten in einen wichtigen Dialog, statt – wie ich das häufig bei Fantasy angetroffen habe – erstmal den Plott des vorigen Bandes ausführlich wiederzugeben.
Generell macht Mia Bernauer nicht den häufigen Fehler, Band II einfach als notwendiges Brückenübel zwischen Auftakt und Ende einer Trilogie zu verwenden. Eine eigene, sehr spannende und abwechslungsreiche Story, sorgte dafür, dass ich das Smartphone kaum aus der Hand legen wollte.
Nach wunderschönen Ferien, in denen Delia sich von den schrecklichen Ereignissen rund um Cassian erholen kann, muss sie sich erneut damit befassen – Cassian wird der Prozess gemacht und natürlich muss auch Delia zu diesem Zweck nach Terceira, wo die geheimnisvollen Therion ihren Sitz haben, und aussagen. Doch der Prozess läuft nicht so, wie Delia es erwartet hätte.
Ausgerechnet jetzt beschließt sie außerdem, ihr Studium in einer anderen Stadt fortzusetzen, sodass Leander sie nicht permanent beschützen kann und sie von Verschwörern angegriffen wird. Ist Kira – ausgerechnet Leanders Exfreundin – wirklich in der Lage, sie vor den Angriffen von Aaron dem Teiler und seinen Komplizen zu beschützen? Und welche Geheimnisse hat Leander plötzlich Delia gegenüber?
Die Welt der Halbwesen bleibt sehr schlüssig und in keinem Band erfährt man so viel über ihr Wesen, wie hier – weltenbauerisch ist das Ganze also in sich logisch und schön gelöst, wie ihr auch hier nachlesen könnt. Wie oben bereits erwähnt, hatte ich höchstens ein wenig mit der scheinbaren Overpowerung durch eine neue Fähigkeit ein kleines Problemchen, aber letzten Endes war das so nötig und führte zu einem spannenden Showdown.
Da wir hier keine halben Flocken machen, wird also auf 5 aufgerundet.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Sprache:

Auf jeden Fall um Welten besser lektoriert, als der erste Teil – aber es gab immer noch das eine oder andere Fehlerchen, die eine oder andere Formulierung und auch einige Formatierungsfehler, die so nicht unbedingt sein gemusst hätten.
Darum hier nur eine Flocke Abzug.
Die Formulierungen selbst, den Ausdruck, die Wörter für all das Selbsterfundene fand ich nämlich sehr passend.

Feuerflocke vier Sterne Klein

Fazit:

Insgesamt solide 4 FeuerFlocken, auch wenn es beinahe fünf geworden wären – für einen zweiten Band, der mich sehr gut unterhalten konnte und der sehr viele Stärken hatte – aber eben auch einige Schwächen.
Für alle, die mal ein wenig Abwechslung in ihr Lesebestiarium bringen wollen und dabei auch vor Romantasy nicht zurückschrecken (oder sich, wie ich, ausnahmsweise auch mal auf dieses Genre einlassen wollen), ist das auf jeden Fall eine gute Wahl.

Disclaimer: Ich erhielt das E-Book kostenlos von der Autorin, weil ich mich auf ihrer Facebookseite und ihrem Blog immer aktiv mit ihr ausgetauscht habe – bei einer Verlosung der ersten zwei Bände auf ihrer Facebook-Fanseite aber leider nicht gewonnen habe. Eine Amazon-Rezension habe ich ihr als „eine Sache der Ehre“ versprochen, ohne von ihr dazu aufgefordert worden zu sein, noch ehe ich diesen Blog hier mitgeführt habe. Ebenso habe ich ihr dabei aber auch versprochen, etwaige Kritikpunkte ehrlich zu benennen – was ich hiermit getan habe.

Feuerflocke vier Sterne Klein

Mia Bernauer – Delia – Die Saphirblauen Augen (Delia #1)

Veröffentlicht am

Titel: Delia – Die Saphirblauen Augen
Autorin: Mia Bernauer
Verlag: IRIS Line
Genre: Romantasy
Seiten: 605 kb entsprechen 445 Seiten
Format: E-Book
ISBN: 1499137796

Da das Buch über Create Space veröffentlicht wurde, mit Link zu Amazon.

Ich könnte meine Reader-App um ehrlich zu sein einfach nur schreddern (nur ist das bei einer App leider nicht möglich), denn die hat bei diesem – und aus komischen Gründen nur bei diesem – E-Book gemeint, nach jeder einzelnen Seite beim Umblättern abstürzen zu dürfen.
Gerade an spannenden Stellen war es einfach nur nervig, erstmal darauf warten zu können, bis es umblättert (und Murphy sei dank blätterte die App dann auch noch gerne rückwärts -.- ).
Deswegen hat sich die Lektüre auch fast über einen Monat hingezogen, ich war oft genug zu genervt von meinem Handy, um weiterlesen zu können. Dafür konnte natürlich das arme Buch nichts.

Im Buch selbst geht es um Delia Winter, angehende Architektin, die ein völlig normales Leben führt: Tagsüber studieren, abends mit ihren Freunden abhängen und am Wochenende Shopping oder Party. Wenn sie nicht gerade mit ihrem Hund Ella Gassi geht oder der Schönling Leander ihr einfach nur auf die Nerven geht. Doch dann erfährt sie, dass sie in Wahrheit alles andere als ein normaler Mensch ist und muss sich entscheiden – will sie das Leben der Halbwesen mit all seinen Verlockungen und Gefahren oder will sie zurück in ihr altes Leben und ihr anderes Ich für immer vergessen?

Es ist für mich der erste Roman mit Halbwesen, die eine menschliche Gestalt aufweisen und ich war natürlich absolut neugierig auf das, was mich erwartet. Würde mir die geschaffene Welt gefallen? Würde ich die mythologischen Hintergründe und Erklärungen plausibel finden? Ich bin ja ein wenig pingelig, was das angeht.

Cover:

Ein wunderschönes, sehr verträumtes Cover – eine junge blonde Frau, die in einem lichtdurchfluteten Wald schwebt.
So habe ich mir Delia vorgestellt und gerade weil der Anfang noch nicht so stark fantasylastig ist, bringt das Cover den Leser hier auf den richtigen Weg – Fantasy wird kommen, man muss nur ein wenig darauf warten.
Außerdem fand ich sehr, sehr positiv, dass anders als ich bei Romantasycovern gesehen habe, kein schmachtendes Mädchen/sich anschmachtendes Pärchen/der geheimnisvolle Fremde oder sonstwas abgebildet ist.
Die Protagonistin und eine verträumte Umgebung. Perfekt.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Inhalt:

Delia ist keineswegs das dumme und naive Blödchen, das man aus Romantasy-Romanen so kennt und zum Glück auch kein Schulmädchen. Und dass die mächtigen Halbwesen an ihrer Uni sind, kann die Autorin leicht damit erklären, dass einige von ihnen nicht älter sind als Delia und es somit normal ist, wenn sie studieren.
Delia ist klug, auch wenn sie nicht immer die größte Blitzmerkerin in Sachen Gefühle ist, wirkt gebildet und durchaus vielfältig – sie reitet gern, studiert Architektur, liest Shakespeare. Und sie beweist an vielen Stellen Mut und Kraft, um die man sie beneiden muss. Besonders ihre Duldungsfähigkeit erstaunte mich immer wieder aufs Neue.
Auch die anderen Figuren fand ich plausibel – einziger kleiner Minuspunkt hier: Dass alle Kinder ihre Mutter einfach beim Vornamen angeredet haben. Dadurch verschwamm bei mir gelegentlich, wer jetzt die Töchter sind und wer die Mutter, da „Leonie“ neben Selina und Romina ein wenig untergegangen ist und ich mich dauernd daran erinnern musste, dass das die Mutter ist und ich sie mir irgendwie erwachsener vorzustellen habe.
Aber wenn man die Natur der Halbwesen bedenkt, ergibt das widerum Sinn.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Sprache:

Einen weiteren kleinen Abzug gibt es, weil zumindest mir das Buch nicht perfekt lektoriert schien. Es gab einige Stellen, an denen Lektorin und Korrektorin kleine Formulierungsprobleme und Holprigkeiten übersehen haben. Da konnte ich einfach als leidenschaftliche Betaleserin und Hobby-Korrektorin nicht mehr wegsehen.
Die Vergleiche an sich sind sehr schön und poetisch und der Roman sehr anschaulich geschrieben. Die Figuren und ihre Umgebung standen durch die Sprache immer klar hervor, besonders toll war hier eine gewisse Eisfestung.

Feuerflocke vier Sterne Klein

Fazit:

Ein wunderbarer Reihenauftakt, der einerseits eine abgeschlossene Geschichte erzählt, andererseits jedoch definitiv Lust auf die Folgebände macht.
Delia ist eine sehr sympathische junge Frau und die Welt der Halbwesen ist für mich mindestens genauso faszinierend wie für sie. Auch Leander ist alles andere als perfekt – auch wenn er auf den ersten Blick natürlich so wirkt und Delia damit ein wenig auf den Keks geht.
Wenn nicht die technischen Schwierigkeiten wären, hätte ich das Buch in einem Ruck durchgelesen.

Feuerflocke vier Sterne Klein

Disclaimer: Ich habe das Buch gratis von der Autorin erhalten – jedoch weniger als Rezensionsexemplar, eher als Geschenk und ich bedanke mich nochmals dafür! Das ist so lieb!