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Schlagwort-Archive: Kinderbuch

C. M. Hafen – Drachensichel (Das Drachenvolk von Leotrim #2)

Veröffentlicht am
Drachensichel Cover

Coverabbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags!

Titel: Drachensichel
Autorin: C. M. Hafen
Verlag: O’Connell Press
Genre: Fantasy
Altersempfehlung:In Elternbegleitung kann das Buch auch von Kindern ab 8/9 Jahren gelesen werden (persönliche Einschätzung)
Seiten: 244
Format: eBook (Kindle-Version)
Coverdesign by: Bild von Asmus Koefoed, Gestaltung O’Connell Press
ISBN: 978-3945227510
ASIN: B01D5NYKFY
Das Buch auf der Verlagshomepage 
Es gibt Reihen, in denen fühlt man sich sofort zu Hause, wenn man – metaphorisch – das Buch aufschlägt und den ersten Satz liest. Bei einem eBook ist es natürlich die Wischbewegung. Man gibt sich noch einige Minuten, um die Karte anzustaunen (Karte ❤ ) und dann will man auch schon eintauchen.
Dieses Leotrim ist düsterer als das in Band 1. Viel düsterer. Und das ist gut so. Ich habe das Gefühl, zusammen mit Ambro immer mehr darüber herauszufinden, dass die Welt nicht nur gut ist.
Schon in Band 1 musste er Dinge verdauen, die für ein kleines Kind hart sind. Doch die Ereignisse in Band 2 gingen mir noch mehr an die Nieren und der Junge wirkte authentisch verstört.
Gleichzeitig war dieses Buch voller Atmosphäre, voller Geheimnis, voller Schönheit und Tiefe. So viele Geheimnisse, die abseits vom Hauptstrang um Ambro und Norwin darauf warten, gelüftet zu werden. So viele Wesen, denen wir noch begegnen werden. So viele Dinge…

Cover:

Die Entscheidung, das Motiv an sich als Reihencover zu behalten und mit Farben zu arbeiten, gefällt mir sehr gut. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich das gleiche Motiv verschieden eingefärbt wirken kann, oder?
Das Blaue wirkte sehr ruhig, sehr ausgeglichen und ich hatte das Gefühl, Wellen zu sehen.
Das rote Auge und die grünen Schuppen wirkten auf mich bereits aggressiver, wütender, aber auch energischer.
Ich wusste also von Anfang an: Das hier wird düsterer und ereignisgeladener, als Band 1.
Und so war es letztendlich auch.

Feuerflocke fünf Sterne Klein
Inhalt:

In gewissem Sinne ist dies ein Buch vom Aufbrechen und Ankommen.
An ihrem sechzehnten Geburtstag bricht Dakota auf – denn Hangameh kann ihr nicht alle Antworten geben und sie muss selbst auf die Suche nach ihrer Identität gehen.
Ambro kommt zu Hause an – doch sein Zuhause ist kein Zuhause mehr und er muss auf die Suche gehen.
Auch andere Charaktere sind auf Wanderschaft und die Orte, durch die sie gehen, bereiten mir teilweise aus den verschiedensten Gründen Gänsehaut. Ich sage nur „dieser eine Wald“ und „diese eine Stadt“ ;-). Wer es gelesen hat, weiß, was ich meine. Wer nicht, den will ich nicht spoilern. Mir hat es die Sprache verschlagen und ich möchte diesen Effekt nicht mildern.
Wir erfahren weitere Dinge über die Welt, sodass Leotrim immer runder wird – aber noch hat es einige Geheimnisse und ich hoffe, die werden in Band 3 gelüftet. Ich bin so verliebt in diese Reihe, wenn Band 3 draußen ist, will ich einen Schuber!
Feuerflocke fünf Sterne Klein
Sprache:

Ich frage mich, wie die Autorin das macht. Das Buch atmet eine Leichtigkeit und ist doch voller Bilder, voller Metaphern und voller Passagen, die sich fast schon wie ein Gedicht lesen.
Gleichzeitig sind alle Sätze kristallklar und da sie direkt ins Herz gehen, auch für einen jungen Menschen vermutlich sehr gut verständlich.
Ohne die Sprache und die Art und Weise, Sätze in Bilder zu verwandeln, wäre die Atmosphäre vermutlich nur halb so schön.
Ich hatte bei einigen Beschreibungen so starke Gänsehaut, dass es wehtat und musste mir die Tränen verkneifen, weil mich die Worte angerührt haben, während ich gerade im Bus saß.
Und an einer bestimmten Stelle, die ich bei „Inhalt“ bereits erwähnt habe, hat mir die Art und Weise, wie hier erzählt wurde, die Kehle zugeschnürt.

Feuerflocke fünf Sterne Klein
Fazit:

Ich habe schon Band 1 sehr, sehr geliebt. Habe ich das schon erwähnt? Ich hatte das Gefühl, als hätte ich all die Jahre nach genau SO einem Buch gesucht und bei so viel Liebe zu Band 1 sind die Ansprüche an Band 2 dann natürlich sehr hoch. Vor allem, wenn man ein Jahr darauf warten muss, dass es weitergeht.
Aber das Buch hat mich nicht enttäuscht, ich habe eher das Gefühl, es ist sogar noch besser als Band 1 und es wirkte keinesfalls wie ein „typischer“ zweiter Band – es ist eine Menge passiert, viele Geheimnisse bleiben noch ungelöst, aber es kränkelt nicht am Syndrom des zweiten Bandes, sondern ist sehr gut lesbar und nimmt ganz schön an Fahrt auf, ist streckenweise düsterer und ereignisreicher, als Band 1.
Ich bin gespannt, wie die Reise von Ambro, Norwin und all den anderen endet – nur leider muss ich ein ganzes Jahr warten.
Für diese Buchreihe gibt es auf jeden Fall wieder meine allerwärmste Leseempfehlung!

Feuerflocke fünf Sterne Klein

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Platti Lorenz – Dieses Hutmenschenkomplott (Tyrrin Hexenkater #1)

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Dieses Hutmenschenkomplott. Tyrrin Hexenkater Band 1 - Platti Lorenz

Danke an die Autorin für die Bereitstellung des Coverfotos!

Titel: Dieses Hutmenschenkomplott
Autorin: Platti Lorenz
Illustratorin: Mie Dettmann
Verlag: neobooks Self-Publishing
Genre: Fantasy, Humor
Altersempfehlung: Alleine: Ab 8 oder 9, hätte ich jetzt gesagt. Mit Eltern, die vorlesen und das Kind begleiten, auch früher.
Seiten: 135 Seiten entsprechen 1077 KB
Format: ePUB (direkt auf neobooks) und mobi (Amazon)
Coverdesign by: Mie Dettmann
ISBN: 978-3-7380-4028-9
Das Buch auf der Homepage von „neobooks“

Bei diesem Buch handelt es sich im Prinzip um das eBook zum Blog – ursprünglich erschien diese Geschichte also als Blogroman und auch die Fortsetzung erscheint nach einem festen Zeitplan Kapitel für Kapitel auf dem Blog.
Der Gedanke dahinter ist nicht zuletzt, dass viele keine Motivation, Lust und Zeit haben, um sich am Bildschirm eine komplette (längere) Geschichte am Stück durchzulesen, wenn sie nicht gerade von Kapitel eins an dabei waren. Aber in einem Stück ist das Ganze doch deutlich angenehmer. Da würde ich zustimmen. Egal wie gut die Geschichte ist. Am PC-Bildschirm zu lesen, ist irgendwie anstrengend und man wird von 500 Sachen abgelenkt. Da ist ein eBook toller.
Hier möchte ich auch anmerken, wieso für mich „Ein Hutmenschenkomplott“ eine tolle Vorlesegeschichte mit „parental guidance“ ist (mir fällt kein deutsches Wort ein). Es ist ein Buch, das auch für Kinder gut bis sehr gut geeignet ist und… das ist toll. Vielleicht bewege ich mich in den falschen Kreisen, da ich mit 25 einfach nicht die Zielgruppe für Kinderbücher und Vorlesegeschichten bin. Aber ich habe das Gefühl, dass der elektronische Markt für Kinderliteratur nicht sonderlich groß ist. Für illustrierte Kinderliteratur sowieso. Und da begrüße ich es, dass es in diesem Bereich gute Independent-Autoren gibt, die hier eine Nische ausfüllen.
Ein siebenjähriges Kind hat in der Regel kein Smartphone oder Tablet, um mal eben selbst ein eBook zu lesen. Logisch. Aber Medienkompetenz und dass wir unsere Kinder so aufwachsen lassen, dass es EGAL ist, ob ein Buch gedruckt und blätterbar oder elektronisch vorhanden ist – Buch ist Buch – das ist wichtig.
Ich schweife ab. Was ich eigentlich sagen wollte: Das Buch ist gut zum Vorlesen geeignet, weil ich mir vorstellen könnte, dass ein Kind Fragen stellen könnte. Bei all seiner Leichtigkeit gibt es hier durchaus philosophische Momente, die zum Interpretieren und Diskutieren einladen. Und dann sollte ein Diskussionspartner anwesend sein :).

Cover:

Wir sehen – siehe oben – den grauen Hexenkater mit den grünen Äuglein in seinem Körbchen.
Für mich persönlich ist das Bild an sich zwar ein sehr hübsches Kunstwerk, für ein Cover aber zu unruhig. Wir haben mehrere Texturen (der geflochtene Korb, der Holzboden, das süße Eulenkissen, das karierte Kissen), dazu eine handschriftlich wirkende Schrift bei der Autorenangabe und eine geriffelte Strukturschrift im Titel.
Dadurch wirkt besonders der untere Bereich sehr unruhig, erst im obersten Coverbereich ist eine klare Struktur zu erkennen. Hier wäre etwas weniger mehr gewesen – eine einfarbige Schrift, nur ein buntes Kissen oder Tyrrin nicht in seinem geflochtenen Körbchen, sondern beispielsweise auf der einfarbigen Bettdecke von Karel.
Die Zeichnung an sich finde ich sehr süß. Ich finde nur, wie gesagt, dass sie als Cover zusammen mit der Schrift nicht perfekt ist. Aber das Katerchen und die Eulendecke… Die Eulendecke! So herzig!

Feuerflocke drei Sterne Klein

Inhalt:

Tyrrin ist ein ganz besonderes kleines Katerchen. Nicht nur mit einer ungewöhnlichen Neugier gesegnet, sondern auch mit der Gabe, die Sprache der Menschen zu verstehen.
Dass ein solches Verständnis nicht nur passiv genutzt wird, dürfte dem geneigten Leser bald klar sein. Tyrrin fängt also an, zu quasseln. Da sprechende Katzen allerdings auch in der Welt dieses Romans nicht gerade an der Tagesordnung sind, führt das zu allerhand ulkigen und humorvoll umschriebenen Situationen.
Trotzdem kommt auch die Spannung nicht zu kurz, denn nicht alle Lebewesen sind Katzen wohlgesonnen…
Ich fand die Geschichte auf der einen Seite einfach superherzig und habe beim Lesen so manches „Mensch, wie NIEDLICH!“ ausgestoßen. Einfach weil es wirklich niedlich ist. Es gab aber auch Stellen, an denen ich tierisch nervös war, ob Tyrrin es nun aus der ganzen Sache herausschafft oder nicht.
Was ich hier außerdem erwähnen muss, sind die Illustrationen. Die waren oft einfach herrlich treffend und passten wunderbar zum Inhalt, ohne etwas „vorwegzunehmen“ oder dem Leser die eigene Phantasie abspenstig zu machen. Ja, ich fand die Geschichte toll und werde mir auch Teil 2 anschauen, sobald es in Buchform erschienen ist.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Sprache:

Hier wird sehr, sehr viel mit Sprache gespielt, sie spielt eine zentrale Rolle.
Katzen verstehen den Klang von „Old Lady“, aber nur Tyrrin versteht auch, was sie da für Geschichten erzählt.
Tyrrin lernt, sich richtig auszudrücken und bei Geschichten genau hinzuhören, um deren Kern zu verstehen.
Ich mochte, wie die Geschichten erzählt wurden und wie die Katzensicht auf die Welt ausgedrückt wurde.
Die „Old Lady“ ist gar nicht alt und Tyrrins sprachliche Fähigkeiten machen ihn zum perfekten Logopäden – oder auch nicht.
Einziges Manko waren zwei oder drei Verwechslungen von wahr/war. Aber ansonsten las sich der Text leicht und flüssig. Schön!

Feuerflocke vier Sterne Klein

Fazit:

Ich habe die Lektüre genossen. Es hat Spaß gemacht, ich war bestens unterhalten und die Bilder sind wunderniedlich. Hätte ich Kinder oder Geschwister im passenden Alter, ich hätte das Ganze sofort auf einem Tablet vorgelesen, damit besagtes theoretisch angenommenes Kind auch ja mit reinschauen und die Zeichnungen bewundern kann.
Es fällt leicht, sich mit Tyrrin zu identifizieren und bei seinen Abenteuern mitzufiebern. Es gibt Spannung und was zum Schmunzeln.
Insgesamt ein fast perfektes Gesamtpaket, bei dem ich mich schon sehr auf den Folgeband freue.

Feuerflocke vier Sterne Klein

Disclaimer: Liebe Platti Lorenz, vielen Dank für das Rezensionsexemplar! Ich habe Tyrrin ins Herz geschlossen und hätte ihn sonst nie kennengelernt. Das wäre schade gewesen!

C. M. Hafen – Drachenbrüder (Das Drachenvolk von Leotrim #1)

Veröffentlicht am
Cover-Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags!

Cover-Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlags!

Titel: Drachenbrüder
Autorin: C. M. Hafen
Verlag: O’Connell Press
Genre: Fantasy
Altersempfehlung: In Elternbegleitung kann das Buch auch von Kindern ab 7 Jahren gelesen werden (persönliche Einschätzung)
Seiten: 157
Format: eBook
ISBN:  978-3-945227-26-8
Das Buch auf der Verlagshomepage

Ich habe diese Geschichte sehr gemocht.
Dennoch hatte ich große Schwierigkeiten – und das tagelang – eine Rezension zu schreiben.
Einfach weil diese Geschichte unglaublich komplex und vielschichtig ist.
Es ist sehr mutig, dieses Buch so zu verlegen – mehr Kinder- als Jugendfantasy, weniger klassisches „Coming of Age“ wie man es von vielen Romanen für Teenager kennt als vielmehr dieser Übergang von der sorglosen Kindheit ohne Verantwortung in die ersten kindlichen Ausläufer dessen, was irgendwann ein erwachsenes Leben sein wird. Und der Umgang mit Sonderlingen. Ich kenne kein anderes Buch, das diesen Spagat gewagt hat und allein deshalb ist „Drachenbrüder“ besonders wertvoll.
Der andere Punkt ist das Verhalten von so gut wie jeder einzelnen erwachsenen Bezugsperson in diesem Buch. Ich halte „Du bist zu jung, um das zu wissen, wir werden dir dieses wichtige Ding verraten, wenn du groß bist“ grundsätzlich für so ziemlich die falscheste Erziehungsmethode, die möglich wäre. Und das ist der Punkt. Ambro bekommt so ziemlich gar nichts erklärt. Ihm wird nicht gesagt, was von ihm bei der Zeremonie erwartet wird oder wie er mit Norwin umzugehen hat. Gar nichts. Wann immer der unglaublich wissbegierige Junge etwas wissen will, läuft er zumindest bei seinen Eltern gegen eine Wand. Und das macht mich (vermutlich von der Autorin auch so beabsichtigt) einfach unfassbar wütend.
Ich konnte so unglaublich gut mitfühlen, wie es sein muss, sieben Jahre alt und neugierig zu sein, aber die Erwartungen der anderen nicht erfüllen zu können, weil man gar keine Chance dazu bekommt. Es ist unfassbar frustrierend.
Aber Ambro wäre ncht das gewitzte Kerlchen, das er nn mal ist, wenn er nicht nach einem Ausweg suchen würde.

Cover:

Inzwischen bin ich mir sicher, dass das Norwins wunderschöne blaue Schuppen und Norwins Auge darstellen soll. Ich mag die Wahl des Covers hier sehr gerne – es hat etwas von Wasser und von Meer, obwohl Norwin eigentlich ein Flugdrache ist, wenn auch einer, der nicht fliegen kann. Da kann man natürlich eine Menge interpretieren.
Durch die Aufteilung des Covers wirkt es außerdem sehr edel und hat sich auch farblich sehr gut auf meinem Handydisplay gemacht, als ich es gelesen habe.

Feuerflocke fünf Sterne Klein

Inhalt:

Zum Inhalt schrieb ich bereits weiter oben einige Zeilen, darum hier noch mal mehr zur Welt an sich und zu den Zusammenhängen.
Hangameh ist ein uraltes Wesen im Körper eines siebenjährigen Kindes, die Chronistin und als solche hat sie große Macht – auch wenn sich das erst im Laufe des Buches erschließt, anfangs ist sie einfach ein Kind, das aus irgendeinem Grund Dinge in das Buch schreibt. Doch dann erfährt man, dass ihre Schreibfeder magische Kräfte hat – bei der Verbindungszeremonie zwischen Ambro und seinem Drachenbruder muss sie den jeweils anderen Namen nur aufschreiben, doch Ambro spürt, wie etwas Besonderes geschieht. Eine Bindung wurde eingegangen.
Die Macht des Wortes – ob gesprochen oder geschrieben – zieht sich als eins der Leitmotive durch den ganzen Roman. Ambro kann bereits lesen und schreiben, Bücher sind selten und wertvoll, Ambros Geschriebenes sind seine größten Schätze. Das ist wundervoll. Gerade wenn das Buch von oder mit einem Kind gelesen wird, das vielleicht selbst die Welt der Worte gerade entdeckt, muss eine solche Metaphorik Leseanfänger bestärken. Worte sind kostbar, sie können Leben verändern. Das ist unglaublich wichtig.
Unaufdringlich baut die Autorin außerdem immer wieder ein, welche Drachen es gibt und wie die Menschen in Leotrim ihr Jahr verbringen. Sommer und Winter, Werden und Vergehen, von den Höhlen unter der Erde zu den Baumkronen in der Luft. Das finde ich sehr, sehr schön – immer wieder geht es um einen Zyklus, um Gegensatz und Ergänzung.
Und ich frage mich, wieso Nerina so ist, wie Nerina ist. Und weshalb das Meer in Leotrim giftig ist.
Einige Passagen sind sehr geheimnisvoll, fast parabelhaft. Mir persönlich gefällt das sehr gut so.
Feuerflocke fünf Sterne Klein

Sprache:

Mir persönlich sind keine Druckfehler aufgefallen. Falls also welche im Text waren, haben sie mich nicht aus dem Textfluss gerissen und gingen somit unbemerkt an mir vorbei.
Die Sprache ist sehr schön – auf eine Art, die sowohl Kinder als auch Erwachsene fesseln kann. Poetisch und eindringlich, jagte sie mir oft Schauer über den Rücken oder trieb mir Tränen in die Augen.
Mir gehen die Worte nicht aus dem Kopf, die der Hellseher zu Ambros Mutter gesagt hat und ich frage mich, wieso die Worte „Broder“ und „Siostra“ lose auf ganz normalen irdischen Wörtern bassieren, während ich spontan keine Ahnung habe, wovon genau „Smok“ – der Name für das Drachengeschwisterchen – sich ableitet. Eine Google-Suche ergibt aber auf Anhieb Bilder von Drachen und nach etwas Gedrehe an den Suchwörtern scheint es sich um ein polnisches Wort zu handeln, ein berühmter Drache heißt auf Polnisch „Smok Wawelski“ und lebte angeblich bei Kraka.
Ich finde solche linguistischen Spiele immer sehr faszinierend!
Feuerflocke fünf Sterne Klein

Fazit:

Eine ungewöhnlikche Geschichte voller Magie und Schönheit, aber auch voller Geheimnisse und so manchem düsteren Geschichtenwinkel.
Auch wenn es eine Kindergeschichte war, gab es dennoch einen einfühlsamen Umgang mit Tod, Leid und Verlust in der Geschichte und der Leser fühlt mit Ambro mit.
Ich bin jetzt schon auf Band 2 gespannt und hoffe, dass er bald erscheint!

Feuerflocke fünf Sterne Klein
Disclaimer: Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar! Ich habe mich schon auf diesen Roman gefreut, seit ich in einer Leserunde die Kurzgeschichte „Der Kindshüter von Leotrim“ aus der „Exotische Welten“-Anthologie gelesen habe. Als ich dann gefragt wurde, ob ich das Buch gerne als Rezensionsexemplar annehmen würde – wie soll ich da „Nein“ sagen? Dafür habe ich mich viel zu sehr darauf gefreut :D.